(Keine) Angst vorm Tierarzt

23. August 2012, geschrieben von Anja Neuhausen

Haben Eure Hunde eigentlich Angst vor dem Tierarzt? Oder gehen sie richtig gerne hin? Bei meinen beiden ist das ganz gemischt. Eigentlich mögen sie unseren Tierarzt sehr gerne. Aber in der Praxis ist ihnen dann doch immer ein wenig unwohl.
Eins vorneweg: Wir haben einen sehr netten Tierarzt, der die Hunde begrüßt, streichelt und ihnen ein Leckerli gibt. Biene hat sich immer gefreut, wenn sie ihn gesehen hat, und das Leckerchen gern genommen. Bis zu diesem Tag, an dem ihre Analdrüsen ausgeleert werden mussten. Das hat ihr anscheinend weh getan und war unangenehm - seitdem geht sie weit weniger gern zu unserem Doc und bibbert auch im Wartezimmer immer ein wenig vor sich hin. Leckerli frisst sie nur noch außerhalb der Praxis, gibt er ihr am Behandlungstisch eines, spuckt sie's wieder aus. Stress schlägt sich auf den Magen!
Unser Sammy ist sowieso ein kleiner Feigling und geht immer äußerst vorsichtig in die Praxis: Erstmal gucken, was da passiert! Kriegt er nur eine Spritze, dann nimmt er das ganze relativ cool. Mal hatte er aber eine kleine OP, da war es vorbei, er hat ganz schön gezittert. Dabei haben wir mit ihm alles so gemacht, wie es die Experten sagen: Als Welpe immer mal wieder in der Praxis vorbei geschaut, ohne dass ihm was passiert. Er hat am Anfang auch immer freudig gewedelt, aber mit wachsender Tierarzt-Erfahrung hat die Begeisterung doch deutlich abgenommen. Ich kann meine zwei schon verstehen: Ich geh ja auch nicht gerne zum Arzt. Aber ich versuch, ihnen die Angst zu nehmen, indem ich selber ganz gelassen bin bei der Behandlung und sie nicht unnötig aufrege oder tröste, was sie ja in ihrer Angst noch bestärken würde. So bringen wir's einfach schnell hinter uns - und auf geht es dann zur nächsten gemeinsamen Unternehmung, die dann endlich richtig Spaß macht!