Erste Schritte & Checklisten

Mein Hund ist krank

Woran Sie erkennen, ob Ihr Hund erkrankt ist und was Sie im Notfall tun müssen

Hund ist krank – was tun? Tipps für Tierarztbesuch und Behandlung

Ist Ihr Hund krank und Sie wissen nicht, was Sie tun sollen? Um im Notfall schnell zu reagieren oder bei Unsicherheit telefonisch die ersten Symptome abzuklären, halten Sie die Telefonnummer Ihres Tierarztes und die des tierärztlichen Notdienstes für nachts und die Wochenenden bereit. Selten ist ein Besuch beim Tierarzt für Hunde ein schönes Ereignis. Und es ist selbstverständlich: Der Hund ist krank und wir leiden mit. Verzichten Sie im Wartezimmer dennoch auf tröstende Worte und Streicheleinheiten. Diese bestärken Ihren Hund in seiner Unsicherheit. Verbreiten Sie besser ein positives Gefühl – das weckt in Ihrem Hund Vertrauen und nimmt ihm die Angst. So wird der Patient schnell wieder gesund und steht sicher auf seinen vier Pfoten.

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Krankheitssymptome bei Hunden: Das sind erste Anzeichen einer Hundekrankheit

Zittern, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit – die ersten Symptome von Hundekrankheiten lassen sich schnell erkennen. Doch welche Krankheitssymptome beim Hund deuten auf eine schwerwiegende Krankheit hin? Und welche können Sie ohne den Rat eines Tierarztes Zuhause behandeln? Generell gilt: Wenn Sie sich unsicher sind, gehen Sie lieber direkt zum Tierarzt. Auch sollten Sie dem Hund nicht eigenmächtig Medikamente verabreichen. Wenn ein Hund krank ist, frisst er in vielen Fällen nicht. Dieses Symptom beim Hund kann zwar ein erstes Anzeichen für Unwohlsein zeigen, muss aber nicht zwingend eine ernsthafte Erkrankung des Hundes bedeuten.

Hund ist krank und frisst nicht

Wenn Ihr Hund sein Futter nicht anrührt, kann es auch daran liegen, dass er schlechte Erfahrungen mit dem Futter verbindet oder er es schlichtweg nicht mag. Auch die Hormone beeinflussen das Fressverhalten bei Hunden: Läufige Hündinnen und Rüden in der ihrer Umgebung fressen generell weniger. Kranke Hunde mit Fieber fressen aber ebenso weniger. Es ist daher wichtig, dass Sie die Krankheitssymptome Ihres Hundes genau beobachten. Messen Sie unbedingt Fieber bei Ihrem Hund. Eine Körpertemperatur zwischen 38,5 und 39 °C ist normal. Wenn Ihr Hund zittert und abgeschlagen wirkt, sollten Sie ebenfalls die Temperatur messen. Einzelne und wiederholt auftretende Fieberschübe, Futterverweigerung, Lymphknotenschwellungen und Lethargie können unter anderem auch Krankheitssymptome für eine Borrelia-Infektion (Borreliose) Ihres Hundes sein. Hat Ihr Hund Durchfall oder erbricht er sich ständig, suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf. Symptome wie Speichelfluss, blasse Schleimhäute, Unruhe sowie übermäßiges Hecheln können Anzeichen für eine lebensbedrohliche Magendrehung sein. Kann sich Ihr Hund zudem nicht mehr übergeben und eigenständig trinken, fahren Sie umgehend in die nächste Tierklinik. Eine Magendrehung ist lebensbedrohlich und kann nur operativ behandelt werden.

Krankheitssymptome beim alten Hund erkennen

Genau wie bei Menschen steigt auch beim Hund die Anfälligkeit krank zu werden im fortschreitenden Alter. Krankheitssymptome beim alten Hund weisen oft auf Erkrankungen des Bewegungsapparates hin, der unter altersbedingten Verschleißerscheinungen leidet. Nicht nur bei alten aber oft bei großen Hunden, wie z.B. Schäferhunden, findet man die sogenannte Hüftgelenksdysplasie, kurz HD. Als Behandlung kommen je nach Schweregrad unter anderem eine Operation, eine konservative Schmerztherapie durch entzündungshemmende Mittel aber auch eine Physiotherapie infrage. Eine klassische Alterskrankheit ist z.B. die sogenannte Spondylose. Dabei handelt es sich um Verkalkungen an der Wirbelsäule, die zu Schmerzen beim Treppensteigen oder Laufen führen können. In der Regel wird die Spondylose im Rahmen einer symptomatischen Behandlung therapiert. Je nach Symptom und dem betroffenen Gelenk kann eine Physiotherapie aber auch das kontrollierte Training auf dem Unterwasserlaufband, sowie Schwimmen, Akupunktur oder Schmerztherapie zur Linderung beitragen.

Welche häufigen Hundekrankheiten gibt es?

Arthritis Arthrose

Wird Ihr Hund ruhiger, springt nicht, ist steif und lahmt, können das Symptome für eine Gelenksentzündung (Arthritis) sein. Hier kann der Tierarzt mit einer entzündungshemmenden Therapie helfen.

Nach längerer oder häufiger auftretender Gelenksentzündung oder einer länger andauernden Überlastung kann es zu einer nicht reparablen chronischen Entzündung (Arthrose) kommen. Diese Einschränkung des Bewegungsapparates ist aufgrund von bereits bestehenden Knorpel- und Gelenksschäden nicht heilbar. Die Symptome lassen sich durch Schmerz- und Physiotherapie lindern.

Ohrenkrankheiten

Besonders Hunde mit Schlappohren sind anfällig für entzündliche Ohrenkrankheiten. Die angestaute Wärme und schlechte Luftzirkulation bietet die optimale Umgebung für Milben und Bakterien. Symptome sind häufiges Ohrenkratzen, Kopfschiefhaltung und ein dunkler Ohrenschmalz mit strengem Geruch. Der Tierarzt verordnet in der Regel desinfizierende Ohrreiniger und Ohrentropfen.

Borreliose

Wird Ihr Hund von einer Zecke gebissen, entfernen Sie den Parasiten umgehend. Wichtig ist die richtige, vollständige Entfernung. Eine spezielle Zange und eine fachgerechte Einweisung erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt. Die Infektion mit Borreliosebakterien verläuft oft ohne sichtbare Symptome. Falls Sie eine Rötung um den Zeckenbiss feststellen oder unsicher sind, suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf und weisen ihn auf den Zeckenbiss hin.

Dackellähmung - Bandscheibenvorfall

Der Bandscheibenvorfall (Dackellähmung) betrifft hauptsächlich kurzbeinige und kompakte Hunderassen wie Dackel, Französische Bulldoggen und Möpse. Je nach Grad des Vorfalles kann eine konservative Behandlung mit Schmerzmitteln und Physiotherapie helfen oder eine Operation nötig sein.

Flöhe

Kratzt Ihr Hund sich ständig und beißt sich, deutet dies oft auf einen Flohbefall hin. Zur Bekämpfung der Flöhe ist sowohl eine Behandlung des Tieres als auch der Umgebung, insbesondere der Liegeplätze notwendig.

Grauer Star

Der Graue Star (Katarakt) ist eine Trübung der Augenlinse. Dadurch erscheint das Auge grau. Der Graue Star kann möglicherweise durch eine Linsenextraktion operativ behandelt werden.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Hüftgelenksdysplasie tritt vor allem bei großen Hunden auf und kann durch Vererbung an folgende Generationen weitergegeben werden. Es kommt u.a. zu Lahmheiten und Problemen beim Aufstehen. Schmerz- und Physiotherapie lindern die Symptome.

Magendrehung

Eine Magendrehung ist ein absoluter Notfall und lebensgefährlich. Der Magen dreht sich um die eigene Achse und schnürt Blutgefäße, Darm und Speiseröhre ab. Dadurch ist ein Erbrechen nicht mehr möglich. Die Symptome sind Unruhe, Speicheln, blasse Schleimhäute und starkes Hecheln. Suchen Sie sofort die nächste Tierklinik auf!

Spondylosen

Reagiert Ihr Hund empfindlich oder aggressiv auf Berührungen der Wirbelsäule und krümmt den Rücken kann dies auf Spondylose hindeuten. Diese Verkalkungen an der Wirbelsäule sind nicht heilbar. Eine Schmerz- und Physiotherapie kann die Symptome lindern.

Würmer

Bandwürmer, Rundwürmer und Herzwürmer – ein Wurmbefall kommt häufiger bei Hunden vor. Dieser äußert sich zumeist in allgemeiner Schwäche, Antriebs- und Teilnahmslosigkeit sowie Gewichtsverlust. Die Tiere zeigen oft ein struppiges Haarkleid.

Zwingerhusten

Der ansteckende Zwingerhusten äußert sich durch trockenen Reizhusten mit einer laufenden Nase und Bindehautentzündung. Ihr Tierarzt kann mit einer hustenstillenden Therapie helfen.

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