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Rüde oder Hündin?

Geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Rüden und Hündinnen

Geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Rüden und Hündinnen

Rüden sollen angeblich rüpelhafter sein, Hündinnen viel verschmuster und gelehriger. Männliche Hunde werden eher aggressiv als weibliche, die dafür eher zu Übergewicht neigen. Gerüchte über geschlechtsspezifische Verhaltensunterschiede bei Hunden gibt es viele, und vor allem unerwünschtes Verhalten wird gerne dem Geschlecht zugeschrieben. Viele Verhaltensweisen sind jedoch rassetypisch, und ein Großteil resultiert aus der Bindung zwischen Hund und Halter, aus der Erziehung und Haltung der Fellnasen. Natürlich gibt es kleine, aber feine Unterschiede, die biologisch und genetisch bedingt sind. Wenn du vor der Entscheidung stehst, ob Rüde oder Hündin, sind sie vielleicht das Zünglein an der Waage.

Rudel und Revier schützen: Rüden sind zum Chef und Sheriff geboren

In einem Hunderudel sind die Aufgaben ganz klar verteilt, das konnten Wissenschaftler bei der Beobachtung der Sippen deutlich feststellen. Rüden sind im Rudel in der Regel für die Sicherung des Territoriums zuständig. Durch das Absetzen von Kot und Urin, durch Scharren oder Reiben an Gegenständen markieren sie die Grenzen des Reviers. Sie sind wie Zöllner, demonstrieren und kontrollieren die Reviergrenzen, führen Leibesvisitationen bei Einreisenden durch, vergeben Passierscheine – oder auch nicht, registrieren jede Auffälligkeit im Rudelareal und schlagen bei Bedarf Alarm. Rüden schützen mit ihrem Verhalten vor allem die Hündinnen und Welpen, für deren Erzeugung die Rüden selbstverständlich auch noch die Verantwortung tragen. Je nach Rasse sind Hüte- oder Schutztrieb unterschiedlich stark ausgeprägt bzw. durch Zucht forciert und zeigen sich, wie beispielsweise beim Deutschen Schäferhund, auch im Sozialverband mit einem Menschen.

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