Rütter Kolumne

Was tun, wenn der Welpe Angst hat?

Angst ist natürlich und ein lebenswichtiger Schutzmechanismus! Ein Hund, der ohne nachzudenken in einen tiefen Abgrund springt, hat zwar keine Angst, aber sinnvoll ist dieses Verhalten nicht! Angst wird erst dann zum Problem, wenn sie übersteigert und unangemessen ist. Ein Hund, der sich aus Angst vor einem Mann unter dem Tisch verkriecht und erst nach Stunden wieder hervor kommt, ist ein Beispiel dafür.

Tierarztbesuch

Sie sollten sich bereits vor dem Einzug Ihres Welpen nach einem Tierarzt umschauen, dem Sie vertrauen. Denn auch ein Welpe kann sich immer einmal verletzen oder erkranken und wenn Sie dann auf die Schnelle einen Tierarzt benötigen, sollten Sie nicht erst lange suchen müssen.

Welpen-Agility

Beim Agility muss der Hund mehrere verschiedene Hindernisse wie z.B. einen Tunnel, Hürden, eine Schrägwand oder eine Wippe in einer fest vorgeschriebenen Reihenfolge überwinden. Der Mensch führt den freilaufenden Hund dabei mit Hör- und Sichtzeichen durch den Parcours. Daher eignet sich dieser Sport besonders für lauffreudige, agile Hunde. Gleichzeitig fördert die gemeinsame Bewältigung der Hindernisse die Beziehung von Mensch und Hund.

Gewöhnung an Leine und Halsband

Wenn Ihr Welpe noch kein Halsband durch seine Zeit beim Züchter kennt, ist dies nicht so schlimm. Denn in den ersten Tagen reicht es, wenn Sie sich in Haus und Garten mit Ihrem Welpen beschäftigen. Nach ein paar Tagen jedoch sollten Sie mit ihm zusammen die Welt erkunden. Leider kann man einen Hund heutzutage nicht immer frei laufen lassen. Daher steht als erste Übung die Gewöhnung an Leine und Halsband an.

Ab wann in die Welpenspielgruppe?

Viele Hundeschulen lassen Welpen erst ab der zwölften Woche zur Welpenspielstunde zu. Der Grund liegt darin, dass der Welpe erst dann komplett durchgeimpft ist und somit erst dann vollständigen Impfschutz hat. Wenn Sie Ihren Welpen nun aber bereits im Alter von 8 Wochen vom Züchter abholen, haben Sie vier Wochen lang nicht die Möglichkeit, Ihren Welpen unter Aufsicht mit anderen Welpen spielen zu lassen. Dieses Spiel ist aber gerade jetzt besonders wichtig.

Sozialisierung auf die Umwelt – Treppen, Aufzüge

Sie wohnen im ebenerdigen Haus, es gibt keine Treppen und Aufzüge, wofür soll Ihr Welpe diese kennen lernen? Hier sollten Sie aber bedenken, dass Ihr Hund Sie bis zu fünfzehn Jahre und manchmal sogar noch länger durch das Leben begleiten wird. Heutzutage weiß leider niemand mehr, was er in zehn oder fünfzehn Jahren machen wird. Berufliche und familiäre Situationen ändern sich schneller als man denkt, und wenn man dann plötzlich in das Mehrfamilienhaus in den dritten Stock umziehen muss, sollte der Hund entspannt Treppen steigen oder Aufzug fahren können. Vielleicht möchten Sie z.B.

Sozialisierung auf die Umwelt – Autos, Fahrräder

Die Zeit von der 8. bis 16. Woche wird beim Hund Sozialisierungsphase genannt. In dieser Zeit soll Ihr Welpe alles das kennen lernen, was ihm im späteren Leben einmal begegnen wird. Lernt er in dieser Phase so viele verschiedene Dinge wie möglich positiv kennen, wird er später entspannt durchs Leben gehen und auch neuen Dingen aufgeschlossen und neugierig gegenüber treten.

Sozialisierung auf die Umwelt – Menschen aller Art

Die Sozialisierung auf Menschen gehört mit zum Wichtigsten, dass Ihr Welpe in der Sozialisierungsphase lernen muss. Menschen begegnet man überall, ob auf dem Spaziergang, beim Tierarzt, im Restaurant oder aber im eigenen Haus, wenn der Handwerker kommt, um die Heizung im Haus zu reparieren. Daher sollte ein Welpe von Anfang an lernen, dass von Menschen keine Gefahr ausgeht. Von Vorteil ist hierbei, dass Welpen beim Lernen schnell generalisieren. Wenn Sie also z.B.

Pflegende Dominanz – Bürsten, Krallen schneiden, etc.

Ein Welpe sollte von klein auf an alle Dinge gewöhnt werden, die für ihn später im Leben wichtig sind. Dazu gehören auch so einfach Dinge wie das Bürsten oder Krallen schneiden. Auch wenn ihr später einmal langhaariger Hund als Welpe ja noch ein kurzes plüschiges Fell hat, dass eigentlich gar nicht gebürstet zu werden braucht, sollten Sie genau jetzt damit beginnen. Denn noch gibt es keine Knoten oder verfilzten Stellen im Fell, die dem Welpen das Bürsten unangenehm machen können.

Stubenreinheit

Damit Ihr Welpe stubenrein wird, sollten Sie sich zunächst einmal einen Platz in der Nähe Ihrer Wohnung aussuchen, wie z.B. eine Ecke hinten im Garten oder aber einen Feldweg neben Ihrer Wohnung, auf dem sich Ihr Welpe später immer lösen soll.

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